Reiki als Verbindung zur Seele

Die Einheit von Körper, Geist und Seele macht uns Menschen aus. Das Gleichgewicht oder besser die Verbindung zwischen diesen drei Teilen ist wesentlich für Gesundheit, Lebenskraft und Lebensfreude. In unserer schnelllebigen, stressigen Zeit verlieren dies viel zu viele Menschen aus dem Blick. Was dann geschieht, führt uns unser immer überlasteteres Gesundheitswesen täglich vor Augen.

Reiki kann diese Verbindung bei regelmäßiger Anwendung wieder ins Gleichgewicht bringen, Blockaden lösen und so die Lebensfreude stärken – mit allen positiven Auswirkungen für das Immunsystem und damit für die Gesundheit. Krankheitsverläufe können gemildert werden.

Gerade die Seele als unsterblicher, göttlicher Teil des Menschen möchte die Lebensaufgabe erfüllen. Sie möchte dem Menschen helfen, seinen Teil zur Entwicklung der Welt beizutragen. Sie stellt ihm alle nötigen Fähigkeiten zur Verfügung – doch hinhören muss er, um zu erkennen, was die Seele ihm mitteilen möchte.

In Fernost ist diese Verbindung seit Jahrtausenden bekannt. Ihre Heilung bzw. Stärkung ist wesentliches Ziel der hier praktizierten Medizin. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) hat inzwischen auch in der westlichen Welt immer mehr Anhänger gewonnen. Akupunktur hat sich in der westlichen Medizin etabliert und wirkt segensreich. Die hier vorhandenen Grundlagen – die Lehre von den Meridianen – ist essentiell bei Vorbeugung und Heilung von Krankheiten.

Auch Reiki (die Energie) folgt diesen Bahnen, fließt bis in die kleinste Zelle und wirkt so am Ursprung. Der Kanal, durch den Reiki in das »Energiesystem Mensch« eintritt, wird mit den Einweihungen in die einzelnen Grade immer mehr erweitert. Wendet der Betreffende Reiki regelmäßig an, so wirkt die Energie immer stärker – und doch immer nur so viel, wie der Betreffende es braucht. Ein »Zuviel« oder »Überladen« mit Energie ist bei Reiki nicht möglich, da immer nur so viel Energie fließt, wie benötigt wird. Wichtig ist, vertrauensvoll den Energiefluss zuzulassen.

Die Energie – im Japanischen Ki, im Chinesischen Qi, im Indischen Prana genannt – verbindet nicht nur Körper, Geist und Seele des einzelnen Menschen. Sie verbindet dieses Einzelwesen mit den anderen, mit der gesamten Schöpfung. Damit bedeutet Heilung auf der menschlichen Ebene immer auch ein Stück Heilung für die Welt.

Gleichzeitig zeigt uns diese Verbindung unsere Verantwortung für das »große Ganze«. Achtung, Respekt und Freundlichkeit sind eben nicht »teilbar«, sondern gebühren allen Menschen und der Schöpfung insgesamt. Wir sind ein Teil davon, untrennbar und unwiederbringlich verbunden. Außerdem möchten wir doch unseren Nachkommen eine lebenswerte Welt hinterlassen, oder etwa nicht??

Diese Verbundenheit drückt sich in den Weglehren des Fernen Ostens deutlich aus. Hier wird großer Wert darauf gelegt, den Älteren zu achten und respektvoll seine Lehren aufzunehmen. Dass auch Anpassungen erfolgen müssen an neue (Lebens)Umstände, ist kein Widerspruch – immer wird auf dem Bewährten aufgebaut, ohne es als »veraltet« oder gar »unnütz« zu brandmarken. Entsprechende Wertschätzung erfahren hier auch die älteren Mitmenschen, Lehrer und Meister.

»Meister« bezeichnet in dieser Tradition keinen fertigen Chef, sondern jemanden, der weiter auf dem Weg fortgeschritten ist und diese Erfahrungen weitergeben kann. Er achtet darauf, dass der Schüler Schritt für Schritt vorangeht, keinen Teil auslässt und alles in Ruhe aufnimmt und wirken lässt. Erst wenn dies geschehen ist, hat der Schüler die nötige Reife für die nächste Stufe erreicht. Das erklärt die meist lebenslange Beziehung zwischen Meister und Schüler. Hier entwickeln sich aus anfänglichem Respekt und Achtung oft Vertrauen und Liebe, die eine tiefe Beziehung kennzeichnen – zum Wohle beider Seiten. Denn immer lernt auch der Meister von seinem Schüler!

Trotzdem kommt es – wird diese Beziehung richtig gelebt – nicht zu einer Abhängigkeit. Immer wird der freie Wille beider Seiten beachtet. Ob und wie schnell der Schüler vorangeht, liegt bei ihm – manchmal kann natürlich ein kleiner »Schubs« hilfreich sein, dies darf aber niemals in Zwang, Beherrschung oder gar Abhängigkeit enden. Jeder Versuch, den Schüler an den Lehrer zu binden, ist falsch und nicht tolerierbar. Der Schüler hat jederzeit das Recht und die Möglichkeit, die Beziehung zu beenden und sich einen anderen Meister zu suchen.

Genauso hat auch der Meister die Verpflichtung, den Schüler zur Selbständigkeit zu erziehen und darauf zu achten, dass sich keine Abhängigkeit entwickelt. Schwärmerei und »Guru-Denken« sind absolut fehl am Platz!

Damit sind wesentliche Kriterien benannt, wie Reiki auch in der westlichen Welt gelebt und gelehrt werden sollte. Danach sollte der Reiki-Lehrer ausgesucht werden – jeder seriöse Lehrer wird sich die Zeit für ein ausführliches Beratungsgespräch nehmen und diese Art der Lehrer-Schüler-Beziehung leben. So können wunderbare Freundschaften entstehen.