Ursprung

Ursprung und Wiederentdeckung durch Mikao Usui
Reiki bedeutet – frei aus dem Japanischen übersetzt – so viel wie „universelle Lebensenergie“. Sie sorgt für das Leben auf der Erde und ist in allem enthalten, sie durchdringt alles und fließt völlig frei und ungebunden. Sie wirkt dort, wo sie gebraucht wird, unabhängig vom Willen / der Intention des Anwenders.

Alle Lebewesen – auch wir Menschen – brauchen diese Lebensenergie. Versiegt sie, sterben wir. Mir als christlich geprägtem, westlichem Menschen kam spontan in den Sinn: Das ist der Hl. Geist! So, wie er uns im Neuen Testament nahegebracht wird als Gottes Atem, der die Welt durchdringt, weht, wo er will – und den Menschen hilft, die um seine Hilfe bitten und sich ganz seinem Wirken öffnen.

Reiki wurde durch den Mitte des 19. Jahrhunderts geborenen Japaner Mikao Usui wiederentdeckt. Es gibt keine schriftlichen Dokumente darüber, die „Entstehungsgeschichte“ wurde mündlich weitergegeben, so dass der Legendenbildung nichts im Wege stand. Gesichert ist wohl, dass Herr Usui sich auf den Berg Kurama in der Nähe von Kyoto zu einer 21tägigen Fasten- und Meditationszeit zurückgezogen hat. Während dieser Zeit erhielt er den bewussten Zugang zu dieser „universellen Lebensenergie“ und entwickelte im Laufe der Zeit daraus ein Heil- und Lebenssystem, dass er zum einen an Interessierte weitergab und mit dem er zum anderen Menschen behandelte. Inwieweit Reiki allein zu deren Heilung führte oder als Ergänzung zu bereits laufenden Behandlungen eingesetzt wurde, ist nur schwer nachvollziehbar. Wahrscheinlich war es ein Zusammenwirken beider Faktoren.

Reiki bezeichnet nicht nur die Energie selbst, sondern auch die Anwendung und das Lebenssystem, dass der fernöstlichen Philosophie einer „Weglehre“ entspricht. Hierbei steht die Entwicklung des Schülers / der Schülerin (im Folgenden wird der Einfachheit halber immer die männliche Form verwendet, gemeint sind aber selbstverständlich immer beide Geschlechter!) im Vordergrund, weniger die eigentliche Heilung von Krankheiten. Wie überhaupt in Fernost die Vorbeugung einen wesentlich höheren Stellenwert hatte (und hat) als in der westlichen Welt.

Reiki trägt – regelmäßig angewendet – zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte bei und hilft so bei der Heilung. Es ersetzt niemals die Diagnose durch Arzt bzw. Heilpraktiker, kann Behandlungen aber sinnvoll begleiten, ergänzen und unterstützen.

Reiki wird – wie von Mikao Usui vorgelebt – von einem Lehrer auf den Schüler mittels Einweihungen weitergegeben. Bei diesen Einweihungen wird der bereits vorhandene Kanal erweitert. Wenn der Schüler dafür offen ist, sind Bewusstseinserweiterungen und Änderungen in allen Bereichen des Lebens möglich. Traditionell gibt es vier Stufen, bezeichnet mit Reiki I, Reiki II, Reiki III (Meistergrad) und Reiki IV (Lehrergrad). Sie unterscheiden sich durch die Intensität der fließenden Energie; ab Reiki II sind auch Fernbehandlungen möglich.