Was mir am Herzen liegt

persönliche Gedanken zum Schluss

Wie an anderen Stellen beschrieben, sind „Respekt“ und „Achtung“ sehr wichtige Begriffe, auch wenn sie in manchen Ohren veraltet klingen mögen. Doch sie sind in meinen Augen die Grundlagen, die Konstanten in einer sich immer schneller verändernden Welt – und unverzichtbar für ein friedliches Zusammenleben der Menschen.

Wir sind verschieden, werden es immer bleiben. Genau das macht doch die Faszination unserer Welt aus! Also lassen wir dem Anderen seine Hautfarbe, sein Geschlecht, seine Religion. Schauen wir uns doch gegenseitig das Beste ab, anstatt dem Anderen unsere Gedanken und Ansichten aufzwingen zu wollen.

Mit welchem Recht versuchen Menschen, anderen ihre Religion, politische Meinung oder sexuelle Ausrichtung vorzuschreiben? Wie heißt es so schön: „Andere Länder, andere Sitten“ – genießen wir die Vielfalt, die Gott uns allen geschenkt hat, und versuchen wir gemeinsam, unseren Nachkommen diese Welt zu erhalten.

Jeder hat seinen freien Willen und trifft eigene Entscheidungen. Dies kann manchmal recht unbequem sein, denn es bedeutet auch, die Folgen dieser Entscheidung zu verantworten. Oft erscheint es einfacher, die Schuld für ein Versagen anderen in die Schuhe zu schieben und eigene Ängste zu verdrängen. Wohin das führen kann, erleben wir in den Nachrichten.

„Da hilft nur noch Beten“ – wieso „nur noch“? Gebete aus einem ehrlichen Herzen vermögen die Welt zu verändern, darauf vertraue ich auch heute noch. Natürlich gab es auch in meinem Leben Situationen, wo ich genau das Gegenteil gedacht habe – und nach einiger Zeit musste ich dann feststellen, dass es doch genau richtig war. Oft wissen wir in einer Krisensituation nicht, was wirklich gut für uns ist.

Die liebevolle Akzeptanz von uns selbst, von unserem Platz in der Welt, Respekt und Achtung vor der Schöpfung – so stelle ich mir den Umgang mit meinen Mitgeschöpfen – Menschen, Tieren und Pflanzen – vor. Religions- und Glaubensgemeinschaften können ihre Lehren segensreich anwenden, um den Menschen den Zugang zu Gott und die Verbindung mit der Schöpfung nahezubringen, ihn zu vertiefen und immer wieder auf diesen wundervollen Weg zurückzuhelfen, wenn es Abwege gibt. Hier kommen die Priester, Pfarrer, Rabbiner, Imame und wie Gottes „Verbindungsleute“ in den einzelnen Gemeinschaften auch heißen mögen, ins Spiel. Welch schöne und gleichzeitig schwere Aufgabe! Helfen wir ihnen durch unser Verständnis und unsere Bereitschaft zu lernen.

Ich selbst bin katholisch aufgewachsen in Wil SG und betrachte die katholische Kirche nach wie vor als meine „geistige Heimat“ – bei aller kritischen Distanz zu manchen Lehren und Äußerungen einzelner. Doch wir sind alle Menschen mit unseren Fehlern und Schwächen – es geht darum, wie mit dieser Dualität umgegangen wird.

Hier wünsche ich mir von allen (Religions)Gemeinschaften die Offenheit und den Respekt für Andersdenkende, für all die, die andere Entscheidungen treffen – haltet die Türen offen und fangt sie auf, wenn sie eine Anlaufstelle suchen. Verschließt niemandem die Türen, sondern heißt alle willkommen.

Gott hat uns Jesus gesandt zum Zeichen seiner allumfassenden, bedingungslosen Liebe. ER schenkt uns seinen Heiligen Geist, immer wieder und jeden Tag neu. Bitten wir IHN darum, in SEINEM Sinn zu leben, die Schöpfung zu nachhaltig zu nutzen und unseren Kindern die reiche Fülle zu zeigen, die sie bietet. Es ist genug für alle da, wenn wir lernen, hinzuhören auf Gottes liebevolle Führung.

Doch eins ist wichtig: Gott achtet unseren freien Willen! Wir müssen IHN und SEINE Helfer bitten, uns zu führen und uns zu helfen, sonst dürfen sie nicht in unser Leben eingreifen.